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Zwiebellook: So startest Du sicher und warm in die Saison

Zwiebellook: So startest Du sicher und warm in die Saison

Yachticon Nagel |

Auch wenn die Tage länger und wärmer werden, ist das Wasser im Frühling noch sehr kalt. Dazu kommt zum Teil launisches Wetter: Regen und Wind wechseln sich mit strahlendem Sonnenschein ab, auch nachts sinken die Temperaturen noch in den einstelligen Bereich. Umso wichtiger ist es, dass Du bei deinen ersten Törns warm angezogen bist. Denn weder Frieren noch Schwitzen tragen zu einem erholsamen Törn bei. Trägst Du Deine Segelbekleidung als Zwiebellook, bist Du bestens gerüstet. In der Modewelt wird diese Methode sich zu Kleiden auch Layering genannt.

An sehr kalten Tagen lohnt es sich, drei oder mehr Schichten zu tragen. Jede Schicht erfüllt einen konkreten Zweck:

  • Die Basis, der First-Layer ist für das Feuchtigkeitsmanagement und den Klimakomfort zuständig.
  • Schicht Nummer zwei, der Second-Layer bildet die Isolations-Schicht.
  • Der Third-Layer bildet die äußere Schicht und dient dem Schutz vor den Elementen.

Die einzelnen Schichten sind so aufgebaut, dass die Feuchtigkeit nach Außen abgeleitet wird. Die Luft dazwischen dient als Wärmeisolator. Um die optimale Wirkung zu erzielen, sollten die verschiedenen Schichten aufeinander abgestimmt sein, sodass sie eine funktionelle Einheit bilden.

Die erste Schicht des Zwiebellooks: Der Baselayer

Der Baselayer wird direkt auf der Haut getragen. Seine Funktion ist es, die Feuchtigkeit nach außen abzuleiten. Deshalb wird diese erste Schicht des Zwiebellooks auch „Schweißtransportschicht“ genannt. Sie ist essenziell für das Wohlbefinden, denn bleibt Schweiß bzw. Feuchtigkeit auf der Haut, friert man schnell.

Als erste Schicht unter der Segelbekleidung eignen sich Polyester, Polyamid, Polypropylen, Merino-Wolle oder ein Mischgewebe aus Merino-Wolle und Polyester. Diese Fasern nehmen wenig Schweiß auf, leiten ihn vom Körper weg und bieten gleichzeitig eine gute Wärmeisolation.

Baumwolle hingegen eignet sich nicht als wärmende Basis unter der Segelbekleidung. Sie speichert Feuchtigkeit und trocknet nur sehr langsam.

Schicht zwei des Zwiebellooks: Der Midlayer

Gut kombiniert mit dem Baselayer bietet der Midlayer das optimale Zusammenspiel aus Feuchtigkeitstransport und Luftzirkulation. Gleichzeitig bildet diese zweite Schicht unter der Segelbekleidung, die wärmende Schicht. Sie besteht aus einer Segeljacke und -Hose aus Materialien wie Daune, Fleece, Wolle oder Woll-Mischgewebe. Diese Fasern speichern die Körperwärme. Wenn die Temperaturen am Tag steigen, kann auf den Midlayer gut verzichtet werden.

Die dritte Schicht: Der Shell Layer

Der Third-Layer ist die letzte Schicht im Zwiebellook. Sie besteht aus Ölzeug oder anderer Funktionsbekleidung. Die Hauptaufgabe dieser Schicht besteht darin, Kälte und Feuchtigkeit abzuweisen. Gleichzeitig muss sie atmungsaktiv sein und die Überschüssige Feuchtigkeit von innen nach außen abtransportieren. Ein hoher Kragen schützt vor Wind im Nacken. Dabei sollten Segeljacke und -Hose passend zum Fahrtgebiet ausgewählt werden:

Wer in Küstengewässern unterwegs ist, greift auf leichtere Funktionsbekleidung zurück als ein Hochseesegler. Passend für alle Anforderungen und Fahrtgebiete hat Crazy4Sailing drei verschiedene Ölzeug-Kollektionen aufgelegt: Küste – Halifax, Offshore – Bergen, Hochsee – Stavanger.
Für die ganz kalten Tage oder den Winter bietet es sich an, als Shell Layer eine gefütterte Segeljacke und -Hose zu wählen, beispielsweise die Bergen II Thermo. 

Zusätzlich zum Zwiebellook

Wenn der Körper warmgehalten wird, dürfen Hände, Füße und der Kopf nicht außer Acht gelassen werden. Eine Mütze schützt den Kopf vor dem Auskühlen. Mit grellen Farben und Reflektoren sorgt sie gleichzeitig dafür, dass man auch bei Dunkelheit besser gesehen wird.

So sinnvoll, das Zwiebelprinzip bei der Funktionsbekleidung ist, bei den Füßen helfen drei Lagen nicht. Im schlimmsten Fall drücken die Schuhe, weil die Socken Falten werfen. Besser ist es, leichte Polyestersocken unter normale Socken zu ziehen. Zusammen mit rutschfesten Segelschuhen oder wasserdichten und rutschfesten Seestiefeln bleiben die Füße auch bei Kälte zuverlässig warm.