Wasser ist unser Element. Es gibt uns Freiheit, Abenteuer und die Möglichkeit, mit der Natur auf besondere Weise zu interagieren. Doch was wäre unser Leben ohne das Meer? Der Weltwassertag, der jährlich am 22. März stattfindet, erinnert uns an die fundamentale Bedeutung von Wasser – der Quelle allen Lebens.
Die Meere sind das größte Ökosystem unseres Planeten und das Zuhause von 50 bis 80 Prozent aller Lebewesen auf der Erde. Für uns Wassersportler sind sie die Grundlage unserer Leidenschaft. Leider stehen sie unter starkem Druck: Lärmbelästigung, Schiffskollisionen und Plastikverschmutzung bedrohen das Leben unzähliger Meeresbewohner. Jährlich gelangen etwa 1,7 Millionen Tonnen Plastik in unsere Ozeane. Die Konsequenzen sind tragisch: Tiere verheddern sich in Plastik, sterben an Erstickung, Verhungern oder Ertrinken. Allein Einwegflaschen führen jährlich zum Tod von rund 1,1 Millionen Meerestieren.
Meeres- und Umweltschutz an Bord
Als Wassersportler tragen wir eine besondere Verantwortung für den Schutz der Meere. Unsere Aktivitäten auf dem Wasser haben direkte Auswirkungen auf die Meeresumwelt, deshalb sollten wir bewusst und nachhaltig handeln.
- Korallenriffe schützen: Halte Abstand, um sie nicht zu beschädigen.
- Keinen Müll über Bord werfen: Dazu zählen auch Lebensmittelreste.
- Rücksicht auf sensible Gebiete nehmen: Schilfgürtel, Ufergehölze, Röhrichtbestände, Sand-, Schlamm- oder Kiesbänke sind wichtige Lebensräume und Rastplätze für Tiere.
- Sonnencreme mit natürlichen Stoffen verwenden: Mineralische Produkte sind umweltfreundlicher, da chemische Stoffe wie Parabene oder Oxybenzon Korallenriffe gefährden können.
- Schadstoffe richtig entsorgen: Frostschutzmittel, Farben, Antifouling oder alte Segel sollten über geeignete Recyclingwege entsorgt werden. Auch Signalfackeln und Pyrotechnik niemals im Hausmüll entsorgen – örtliche Behörden und Fachhändler können hier weiterhelfen.
- Tierbeobachtung mit Bedacht: Beobachte Tiere immer aus der Distanz, um sie nicht zu stören.
- Umweltfreundliche Fahrweise: Lass den Motor nicht unnötig laufen und fahre mit niedriger Drehzahl, um Lärm und Abgase zu reduzieren.
Durch achtsames Verhalten an Bord können wir einen großen Beitrag zum Schutz unserer Ozeane leisten.
Umweltschutz im Alltag
Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land können wir einen positiven Einfluss auf die Umwelt nehmen, indem wir bewusst und nachhaltig leben.
- Wasser sparen: Kürzer duschen, Regenwasser sammeln und den Hahn beim Zähneputzen abdrehen – kleine Maßnahmen mit großem Effekt.
- Plastik vermeiden: Wiederverwendbare Flaschen nutzen, auf Plastiktüten verzichten und Verpackungsmüll reduzieren.
- Müll sammeln: Egal ob an Land oder im Wasser, jeder eingesammelte Abfall hilft.
- Mikroplastik verhindern: Natürliche Reinigungsutensilien statt Kunststoff verwenden und Mikrofaser-Handtücher vermeiden, da diese Mikroplastik freisetzen.
- Nachhaltiger Konsum: Fisch mit MSC-Zertifikat wählen, regionale Produkte kaufen und den Plastikverbrauch minimieren.
- CO2-Emissionen kompensieren: Spenden an Klimaschutzorganisationen wie myclimate.org können Emissionen ausgleichen.
Jeder Schritt, den wir machen, zählt. Ob im Alltag oder auf dem Wasser: Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Schönheit und Vielfalt unseres Planeten für zukünftige Generationen zu bewahren.